Die endlose Suche hat ein Ende: mein Start mit ETFs

Nach insgesamt einem halben Jahr einlesen, hin- und herüberlegen, meterhohen Zettelbergen mit Strategien und Sparplänen, einem endlosen Kampf durch die aktuellste und um Multi-Faktor-ETFs erweiterte Auflage des Kommer-Standardwerks (warum kann es nicht ein einziges Mal einfach sein und einfach bleiben?!), mehreren Ausgaben des eXtra-Magazins, einen großartigen und weltverändernden Artikel vom Finanzwesir und immer wieder einsetzender Frustration, da ich eigentlich längst mit anderen Finanzthemen starten wollte, habe ich es im Oktober endlich geschafft: Die lange, steinige Straße zum ETF-Investment liegt hinter mir. Die Würfel sind gefallen!

Das waren meine Auswahl-Kriterien für meine ETFs

Was war mir wichtig rund um die Auswahl meiner Exchange Traded Funds?

  • Die Diversifikation meines Aktien-Portfolios stark fördern. Da ich momentan ausschließlich in deutsche Einzelaktien investiert bin, musste hier ein möglichst breites Spektrum geschaffen werden mit möglichst vielen Ländern & Branchen jenseits der BRD-Unternehmen. Was liegt da näher als ein Weltportfolio aufzubauen?
  • Physische Replikation (Sicherheit … bla … Crash … bla … reales Aktienportfolio … bla … böse synthetische Replikation … bla …)
  • Thesaurierend statt ausschüttend (momentan bin ich in der Vermögensaufbauphase und möchte noch nicht von meinen Dividenden leben. Daher will ich hier keinerlei Risiken eingehen, dass das so erwirtschaftete Zusatzeinkommen aus welchen-Gründen-auch-immer nicht direkt in weitere Investitionen fließt und natürlich den Zinseszins maximal auskosten)
  • Niedrige Kosten, also irgendetwas unter 0,5% TER
  • Schon ein Weilchen am Markt und mit hohen Investitionssummen ausgestattet (damit sie nicht morgen das Ding wieder schließen oder so …)
  • Sitz in Irland (Steuergründe, you know)
  • Sparplanfähig – schon alleine, weil ich ein Riesenfan von Dauerüberweisungen bin, das Thema ETFs als Selbstläufer gestalten will und gerne monatlich mein kleines Erfolgserlebnis haben möchte
  • Sahnehäubchen: bei einem meiner Broker möglichst kostenfrei besparbar

(Nachtrag am 07.02.2019: Falls Du selbst noch auf der Suche nach dem richtigen ETF bist, findest Du auf Vincents Blog eine super Anleitung.)

And the winner is …

Nachdem ich mich durch den kompletten Kommer „gequält“ hatte und irgendwie davon ausgegangen war, dass ganz am Ende irgendwann ein „also wenn Du das und das und das erfüllt haben möchtest, dann nimmst Du diesen, jenen oder den folgenden ETF“ erwartet hatte und stattdessen mit Faktoren-ETFs verunsichert das Buch schloss, reichte es mir eigentlich. Der entscheidende Hinweis kam dann von dem großartigen Finanzwesir-Artikel zum Thema Sparplan-Diversifikation, den ich ETF-Anfängern gar nicht oft genug empfehlen kann, und von Martin von Zinskraft, der original zu mir sagte: „Was? Du hängst immer noch in der Entscheidungsphase fest?! Jetzt fang‘ halt einfach an mit dem, was sich gut anfühlt, und auf Faktoren etc. kannst Du später immer noch umschwenken.“

Achso. Äh. Ja. Stimmt ja! Manchmal kann es so einfach sein.

Und nachdem ich innerlich schon länger wusste, dass ich die „ersten Schritte“ mit einer völlig klassische 70:30-Aufteilung (Weltportfolio mit viel USA / EM für ein bisschen Risiko) gehen will, suchte ich mir am nächsten Tag aus der neuesten Ausgabe des eXtra-Magazins die entsprechenden Rubriken heraus, markierte die ETFs die für mich in Frage kamen (replizierend, sparplanfähig, bewährt, günstig, gut bewertet) und schaute anhand der WKNs u.a. auf http://www.justetf.com, welche davon bei meinen Brokern kostenlos bespart werden können. Natürlich waren es die großen, massentauglichen iShares, die Onvista für 0 Euro je Sparplanausführung anbietet. Und so war die Entscheidung gefallen, welcher MSCI es werden soll und wenige Tage später auch, welcher Emerging Markets (EM) künftig bespart wird.

Meine ETFs:

  • MSCI World mit der WKN: A0RPWH
  • MSCI EM mit der WKN: A111X9

Hierbei handelt es sich ausdrücklich NICHT um Anlageempfehlungen oder Werbung! Bitte wähle die für Dich passenden ETFs nach Deinen eigenen, individuellen Anforderungen und Kriterien aus, die sich sicherlich von meinen unterscheiden werden.

Mein Griff ins Klo bei der Sparplan-Einrichtung

Da ich meinen Sparplan in einem Anflug überschwänglichen Aktivismus‘ nachts um halb 2 im Bett einrichtete – was ich nichtempfehlen kann – musste ich meinen Sparplan nachträglich korrigieren. Und bei Onvista gibt es die Besonderheit, dass man Sparpläne nicht ändern kann, sondern sie komplett löschen und anschließend komplett neu anlegen muss. Dazwischen muss offensichtlich ein wenig Zeit liegen (bei mir war es ungefähr ein halber Tag), ansonsten zeigt das Konto Fehlermeldungen.

Meine Tipps für ETF-Sparpläne bei Onvista:

  • Wenn man die Sparplanausführung auf „quartalsweise“ stellt, macht es Sinn, die Investitionssumme auch auf die 3 Monate hochzurechnen – hier ist nicht die monatliche Summe gemeint, die man eigentlich besparen will (seufz to myself)
  • Wenn ein Sparplan kostenlos bespart werden kann, muss man ihn nicht auf „quartalsweise besparen“ stellen, um Kaufgebühren seitens des Brokers zu minieren, sondern kann ihn auch einfach monatlich ausführen lassen (double-seufz to myself)

Geschafft! Monatlich werden nun automatisch ETF-Anteile für mich gekauft und ich kann mich nun entspannt den nächsten Themen widmen.

2 Gedanken zu “Die endlose Suche hat ein Ende: mein Start mit ETFs

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