Was kosten 4 Wochen Neuseeland? Frugal reisen von Christchurch bis Auckland

Neuseeland stand auf Platz 1 meiner Bucketlist, solange ich denken kann. 2020 ging es also endlich ans andere Ende der Welt! Und auch, wenn Corona unseren Aufenthalt spontan verlängert hat, blieben wir sogar noch unter dem veranschlagten Budget. Viel wichtiger ist jedoch: Wir haben irre viel erlebt, nehmen unvergessliche Erinnerungen mit und können es kaum erwarten, wiederzukommen!

Wenn man sich auf anderen Blogs in Neuseeland einliest, sind sich die meisten einig, dass Neuseeland ein wahnsinnig teures Reiseland ist. Ehrlichgesagt kann ich das nur teilweise bestätigen.

Warum frugal reisen?

Als Flashpacker suchen wir das grundlegend beste Preis-Erlebnis-Verhältnis – für alles. Wir kaufen vor Ort keine Gegenstände; das gesparte Geld geben wir lieber für schöne Momente oder hochwertiges Essen aus. Statt jeden Cent zweimal umzudrehen, drehen wir ihn nur einmal um und fragen wir vor der Reise, was uns wirklich wichtig ist. Dafür nehme ich auch etwas mehr Planungsaufwand in Kauf. Hochpreisig und unpersönlich in Hotels zu übernachten gehört zum Beispiel nicht dazu, stattdessen dürfen Unterkünfte gerne etwas ausgefallener sein – solange wir uns wohlfühlen und eine warme Dusche gesichert ist.

Wir sind mit eher leichtem Gepäck unterwegs, kochen viel selbst (allerdings nicht nur aus finanziellen Gründen) und mieten lieber ein kleineres, günstigeres Auto, solange wir bequem hineinpassen. Pauschalreisen kommen gerade bei Aktivurlauben sowieso nicht in Frage. Daher reisen wir eher frugal und genießen unser Flashpacker-Dasein in vollen Zügen. Aber genug davon – schließlich gibt es zu diesem Thema einen eigenen Artikel. Wie war das nun mit Neuseeland und den Kosten?

4 Wochen Neuseeland: günstiger als gedacht

Klar, das Flugticket ans andere Ende der Welt sowie die Spende zum Bäumepflanzen als hoffentlich-nicht-totale-Greenwashing-Ausgleichsmaßnahme reißen ein erstes dickes Loch in die Reisekasse. Einen Flug für unter 1.000 Euro zu finden, ist eine Herausforderung; vor allem, wenn man nicht ab Frankfurt fliegt und weniger als 30 Stunden unterwegs sein möchte. Unsere Flüge haben wir uns etwa ein dreiviertel Jahr im Voraus gesichert – zu einem fairen Preis bei unserer Wunsch-Airline und zu super Zeiten.

Hinzu kommt, dass wir 11 Tage länger in Neuseeland geblieben sind als ursprünglich geplant. Der COVID-19-Lockdown hat uns voll erwischt, nachdem zwei Tage vor unserem geplanten Rückflug nicht nur das Land abgeriegelt, sondern auch sämtliche Transitländer Schlag auf Schlag ihre Grenzen schlossen. Entsprechend saßen wir in Neuseeland fest und hatten nur wenige Stunden Zeit, um uns eine Unterkunft für unbestimmte Zeit zu suchen.

Wir hatten also ein paar Extra-Kosten: Unterkünfte, Mietwagenverlängerung und natürlich Lebensmittel. Diese habe ich in die Rechnung mit aufgenommen – im Gegensatz zu unseren Kosten für den zusätzlichen Rückflug, da man ja im Normalfall einfach seinen gebuchten Rückflug wahrnimmt (der bei uns ersatzlos gestrichen wurde).

Das schönste Geld der Welt? Auf jeden Fall haben die neuseeländischen Dollarscheine und -Münzen echt Stil! Da mag man es gar nicht so recht ausgeben 🙂

Das kosten 4 Wochen Neuseeland als Flashpacker

Unsere regulär geplanten 4 Wochen Neuseeland (plus je 2 Tage An- und Abreise) haben uns insgesamt unter 3.000 Euro gekostet – inklusive ALLEM, also auch inkl. Flügen, Mietwagen, Restaurantbesuche etc. Da wir einen Teil der Ausgaben durch eine Zwischenvermietung unserer Wohnung für den Zeitraum gegenfinanzierten, hätte der Neuseeland-Trip unsere Reisekasse unter normalen Umständen pro Person mit rund 2.400 Euro belastet – bei 28 Tagen vor Ort.

Doch dann kam alles anders.

Mit dem Lockdown hat sich unser Aufenthalt von 4 auf fast 6 Wochen ausgedehnt – aus 28 Tagen wurden 40 Tage Neuseeland. Finanziell war das für viele andere Reisende, die z. B. in Airport-Hotels festsaßen, eine handfeste Katastrophe. Unsere Hosts in Rotorua allerdings machten uns einen absolut fairen Wochenpreis – damit waren wir flexibel und wussten: Egal wie lange es dauert, wir haben ein bezahlbares Dach über dem Kopf.

Auch unser Mietwagenverleiher kam uns unerwartet entgegen: Es brauchte nur ein Telefonat, um unser Auto auf unbestimmte Zeit und sogar rabattiert zu verlängern. So kam es, dass uns die 12 Tage plus einer Nacht im Airport-Hotel Auckland nicht einmal knapp 200 Euro extra gekostet haben. Da wir jedoch unser edles Loft im coromandel‘schen Urwald aufgrund der Covid-Situation stornieren mussten, konnten wir die Rückzahlung fast 1:1 für die Wochenpauschalen in Rotorua einsetzen. So schlug nur mehr der Mietwagen als Mehrkosten zu Buche sowie die Essensverpflegung – und das war kaum der Rede wert.

Hätten wir uns 11 weitere Tage frei im Land bewegen und somit 6 Wochen „normal reisen“ können, hätten wir ziemlich sicher noch den einen oder anderen Eintritt und etwas mehr Benzin addieren müssen. Aber das wissen wir erst nach dem nächsten Mal.

Hier findest Du unsere Ausgaben (links der Kostenvoranschlag, rechts in Grün die realen Kosten) für 4 Wochen Nord- und Südinsel im Detail – inkl. Verlängerung: 

Fazit: In den 40 Tagen vor Ort haben wir als Paar pro Tag rund 48 Europ.P. ausgegeben für Übernachtung, Verpflegung, Mietwagen und Ausflüge (also reine „Lebenskosten“ ohne Zwischenvermietung und Flug).

Wie man in Neuseeland für unter 30 Euro übernachtet, ohne im Hostel zu verschimmeln

Da Alex in seiner Kindheit in jeder freien Minute in den Camper gesteckt wurde und meine Camping-Erfahrung (Festivals sei Dank) ebenfalls für mehrere Leben reicht, wollten wir lieber ein wenig komfortabler bleiben und gleichzeitig mit einem kleinen, wendigen Auto weder in Städten noch bei irgendwelchen einspurigen Klippenstraßen ins Schwitzen kommen. Daher entschieden wir uns gegen den typischen Neuseeland-Wohnmobil-Trip. Stattdessen mieteten wir uns einen Kleinwagen und setzten auf Übernachtungen in (Air-)BnBs, Hostels und Lodges. Übernachtungen gehen in Neuseeland allerdings ganz schön schnell ganz schön ins Geld.

Wie haben wir es trotz auslaufender High Season (März) geschafft, für durchschnittlich 25 Euro pro Person zu übernachten?

Indem wir 4-6 Wochen vorher die Route festgelegt und an sinnvollen Knotenpunkten nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis gesucht haben. Dazu habe ich mir einen groben Kostenrahmen gesetzt (meistens 60 Euro für 2 Personen) und geschaut, ob ich für den Preis etwas finde, das unseren Ansprüchen gerecht wird. Und siehe da: Mal war es etwas teurer, aber mal auch deutlich günstiger – und durch diese Mischrechnung und eben auch das Vorbuchen kamen wir kostenseitig perfekt hin!

Dazu muss man wissen: Die Airbnb-Auswahl ist in Neuseeland – zumindest in den halbwegs besiedelten Gegenden – ganz hervorragend und die Ausstattung von Hostels, Lodges etc. auf einem hohen Qualitätsstandard. Warum wir das beurteilen können? Wir haben einfach alles durchprobiert!

Vom Bed-and-Breakfast im Süden von Christchurch über ein brandneues Queens-Zimmer mit Seeblick am Lake Tekapo bis zum Mehrbettzimmer mit Hochbetten direkt am Mount Aoraki … wir hatten sogar ein eigenes Mehrfamilienhaus in den Catlins, verliefen uns fast in einem riesengroßen (!!) Zimmer mitten im Dschungel, buchten uns mehrere Tage in ein freistehendes Tinyhouse am Abel Tasman Nationalpark ein, durften eine Nacht im vermutlich schönsten Hostel Ozeaniens verbringen (und lernten so Wellington direkt lieben) und erlebten neuseeländisches Landleben auf mal einfacheren, mal beneidenswert luxuriösen Farmen. Dazwischen kamen wir viel in Doppelzimmern via Airbnb unter und genossen es sehr, hier und da ein paar Extra-Brocken „echten neuseeländischen Alltag“ mitzubekommen.

Tipp: Achte auf die Kooperation von booking.com mit Amazon Prime, bei der man sich auf einer bestimmten booking.com-Seite mit Amazon einloggt und anschließend bei booking.com bucht. Dadurch erhält man 10 % des Buchungspreises als Reiseguthaben für booking.com zurück – hat bei mir bereits super geklappt!

Aktivurlaub: Warum Neuseeland das Kosten-Paradies für Outdoor-Fans ist

Was in Neuseeland richtig viel Spaß macht, ist die Vielzahl an kostenfreien Unvergesslichkeiten. Du stolperst von einer atemberaubenden Naturschönheit zum nächsten landschaftlichen Highlight und keiner will von Dir Eintritt! Nicht einmal das Parken kostet etwas! Das kenne ich aus Frankreich oder Großbritannien ganz anders und auch in Südostasien wird man nach meiner Erfahrung für alles, wo man länger als 10 Minuten stehenbleiben kann, zur Kasse gebeten. In Neuseeland: Fehlanzeige!

Die wenigen Male, die wir für Erlebnisse den Geldbeutel zücken mussten, lassen sich an einer Hand (plus einem Finger) abzählen:

  • Nachdem die Straße zum Milford Sound im Februar 2020 durch die Sturmfluten schwer beschädigt wurde und noch mitten im Wiederaufbau war, durften nur wenige professionelle Anbieter die Straße befahren. Dieser Tagestrip war deshalb etwas teurer und hat jeden von uns – inklusive Bootsfahrt durch die bergige Fjordlandschaft – ungefähr 100 Euro gekostet. Strahlenden Sonnenschein gab‘s gratis obendrauf.
  • Um beim Abel Tasman Coastal Track möglichst viel von der traumhaften Küstenlandschaft zu sehen, ließen wir uns mit dem Wassertaxi an unserem Wunsch-Strand absetzen und liefen zu Fuß zurück. Für diesen 10-stündigen, unvergesslichen Trip – und den zugehörigen Sonnenbrand – zahlten wir ungefähr 23 Euro pro Person.
  • In Wellington konnte ich es mir nicht nehmen lassen, Alex auf eine kitschige Fahrt mit dem Cablecar einzuladen – was mit knapp 6 Euro für uns beide zu Buche schlug.
  • Um den Tongarigo Alpine Crossing ohne Zeitdruck genießen zu können, ließen wir uns morgens mit einem Shuttle vom Parkplatz zum Eingang des Nationalparks fahren und wanderten dann über die Vulkanlandschaft zum Auto zurück. Für dieses absolute Reisehighlight legten wir ungefähr 18 Euro pro Person auf den Tisch.
  • Auf der Nordinsel besuchten wir außerdem das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland, das wir übrigens fast komplett für uns alleine hatten. Selten haben sich 17 Euro so gelohnt wie hier!
  • Unsere letzte Aktivität vor dem Lockdown war der Besuch der völlig touristischen Waitomo Cave sowie der Ruakuri Cave. Hier empfand ich die geführten Touren für insgesamt 52 Euro p.P. erstmals als teuer, aber einmal im Leben wollte ich die Glühwürmchenhöhlen sehen 🙂

Und für alles andere konnte man auf Freiwilligenbasis Donations geben. Das Parken an egal wie frequentierten oder völlig einsamen Wanderwegen, ebenso der Besuch von Canyons und Grotten, Gletschern und Wasserfällen, Highlights wie die Pancake Rocks, der Nugget Point, die Moeraki Boulders oder der großartige Tunnel Beach – alles kostenfrei. Sogar durch eine Tropfsteinhöhle sind wir auf eigene Faust und gratis geklettert. Landschaft und Aussichten kosten sowieso nichts.

Allerdings hätten wir natürlich auch das Geld mit beiden Händen und rauchenden Kreditkarten ausgeben können. Wenn man sich für geführte Wanderungen oder die Great Walks, Helikoptertouren und andere Adrenalin-Touri-Trips entscheidet, wird man sein Geld sehr leicht los. Ein paar hundert Euro für wenige Stunden Erlebnis auszugeben ist vermutlich nirgendwo einfacher als hier. Allerdings halten wir uns im Allgemeinen gerne von anderen Touristen fern und hatten auch überhaupt keine Lust, uns mehr als nötig nach irgendwelchen Zeitplänen irgendwelcher Veranstalter zu richten. Also machten wir lieber einen Stopp oder eine Wanderung mehr – dafür intensiv und in unserem eigenen Tempo.

Und tatsächlich hat uns auch das Essen in Neuseeland positiv überrascht. 

Mit diesen Kosten musst Du für Lebensmittel und Restaurants rechnen

Ja, Lebensmittel sind in Neuseeland nicht günstig. Wir bewegen uns in Supermärkten ungefähr auf deutschem Preisniveau – meist etwas drüber, selten etwas drunter. Alles, das sich mit Zucker strecken lässt, ist deutlich billiger als in Deutschland.

Das macht sich schon bei Basisprodukten wie Müsli oder Toastbrot bemerkbar: Wenn man gezuckertes Frühstücksmüsli mit Schokostückchen kauft, zahlt man ungefähr halb so viel wie für einfache Haferflocken (1 Euro vs. 2 Euro). Bei Toastbrot das gleiche: weißes Toastbrot kostet rund 80 Cent, Vollkorntoastbrot auf Sauerteigbasis mit Körnern: 2,00 Euro.

Vegane Produkte sind übrigens noch bei weitem nicht so verbreitet wie in Deutschland. Ein paar verschiedene Hummus-Sorten und den einen oder anderen nicht-milchbasierten Joghurt kann man trotzdem in den großen Ketten finden.

Besonders überrascht hat uns allerdings das hohe Qualitätsniveau in den Restaurants. Häufig gibt es zwar nur Fast Food wie Burger oder Fish & Chips, aber dazwischen verbergen sich wahre kulinarische Perlen. Vegan ist selten, aber gerade in den Städten hat man sogar mehrere Restaurants zur Auswahl und im schlimmsten Fall findet man immer irgendeinen veganen Burger mit hausgemachten Fries.

An dieser Stelle muss man dazusagen, dass wir Münchner Preise gewohnt sind, und daher empfanden wir die Preise vor Ort als „voll im Rahmen“. Das mag jemand aus z. B. dem schönen Frankenland ganz anders sehen … Hier trotzdem ein paar Preisbeispiele aus Restaurants:

  • warmer Couscous-Salat: 6 Euro
  • Sushi-Bowl vom fancy Foodtruck (vegan/mit Fleisch): 7-8 Euro
  • vegane Burger von Kokos-Erdnuss bis Jackfruit: 8 Euro
  • fangfrische Fischfilets inkl. Beilagen: 15 Euro
  • hausgemachte Brownies / Bananenbrot: 3-4 Euro
  • Schokoladensouflé mit Pflaumensorbet und Tonkabohnensoße: 7 Euro

Fazit: Insgesamt haben wir in Neuseeland in den ersten 4 Wochen rund 50 Euro mehr pro Person für Essen ausgegeben als in der Heimat. Dafür hatten wir auch locker zehnmal so häufig Brownies im Vergleich zu sonst und mein Erfahrungsschatz an Interpretationsmöglichkeiten eines „veganen Burgers“ hat sich in die Unendlichkeit gesteigert. Man muss sowas auch mal positiv sehen!

Unsere Reiseroute für 4 Wochen Neuseeland (plus zwei Wochen Lockdown)

Für uns war von Anfang an klar, dass wir beide Inseln erkunden und möglichst viel vom Land sehen wollten. Zwischendurch sollte es ein paar Tage ruhiger zugehen – ansonsten war Action, Sightseeing und Roadtrip angesagt.

Die Route selbst habe ich u. a. mit Hilfe der vom ADAC kostenlos zur Verfügung gestellten Karten skizziert. Diesen tollen Service kenne ich erst seit Kurzem und habe ihn schon auf unserem Bretagne-Trip sehr zu schätzen gelernt. Ansonsten hielt ich mich an meinen Lieblingsreiseführer von Stefan Loose*. Und natürlich an den einen oder anderen Blog.

So sah unsere Reiseroute (inklusive Erlebnis-Stopps) schließlich aus:

Tag 1: Ankunft Christchurch, Sonnenuntergang im Bowenvale Park
Tag 2: Sightseeing Christchurch, Godley Head Walk
Tag 3: via Inland Scenic Route zum Lake Tekapo, auf dem Weg Rakaia Gorge Walkway, Sonnenuntergangswanderung zum Mt. John
Tag 4: Wanderung rund um Lake Tekapo, via Lake Pukaki zum Mount Cook Valley, Hooker Valley Track
Tag 5: via Seelöwen in Oamaru und Moeraki Boulders zur Otago Peninsula
Tag 6: morgens Sandfly Bay, danach Southern Scenic Route mit Stopps am Tunnel Beach, Nugget Point, Matai Falls, Florence Hill Lookout, Petrified Forest am Curio Bay
Tag 7: Curio Bay Strandwanderung & Ancient Living Forest, Monkey Island, Lake Te Anau
Tag 8:  Trip zum Milford Sound
Tag 9: via Queenstown & Crown Range Road (!) nach Wanaka, Diamond Lake Track
Tag 10: Wanderungen rund um Wanaka: Mount Iron, Waterfall Creek
Tag 11: Makarora Bush Nature Walk, Blue Pools Track, Fantail Falls Bush Walk, Thunder Creek Falls, Knights Point, Bruce Bay, Wanderung Fox Glacier – zurück auf dem Moränenweg ❤
Tag 12: Franz Josef Glacier & Robert Point Track, Pancake Rocks, Truman Track
Tag 13: Scenic Route die Westküste entlang, Robbenherde am Cape Foulwind, Abel Tasman
Tag 14: Sightseeing Motueka, Strand Kaiteriteri
Tag 15: Abel Tasman Coastal Track
Tag 16: div. Strände rund um Abel Tasman
Tag 17: quer durch die Marlboro Sounds, Fährfahrt zur Nordinsel, Wellington bei Nacht
Tag 18: Wellington Cable Car & Botanic Gardens, Lake Taupo, Tongariro River Walk
Tag 19: Tongariro NP: Tawhai Falls Walk, Taranaki Falls Track, Nature Walk, Ridge Track, Mahuia Rapids
Tag 20: Tongariro Alpine Crossing
Tag 21: Huka Falls, Wai-O-Tapu
Tag 22: Whirinaki Forest Walk & Canyon, Rotorua
Tag 23: Redwood Forest, Mangapohue Natural Bridge, Piripiri Cave Walk, Marokopa Falls Trail, Marokopa Küste, Kiritehere Beach
Tag 24: Waitomo Glowworm Cave & Ruakuri Cave
Tag 25: Alle Pläne über den Haufen werfen, neue Pläne schmieden
Tag 26: zurück nach Rotorua, Nature Loop Track
Tag 27: Blue Lake Track, Okere Falls
Tag 28: Start Lockdown
Tag 29-38: Rotorua
Tag 39+40: Auckland & Rückflug

Auf der Südinsel haben wir richtig viel gesehen und erlebt – aber das hat zum Ende hin auch ganz schön geschlaucht … Daher waren die 4 Tage im Abel Tasman NP genau richtig, um durchzuatmen und die Erlebnisse verarbeiten zu können.
Auf der Nordinsel haben wir leider nicht mehr alles geschafft, was wir sehen wollten. Dass wir die Coromandel Peninsula z. B. streichen mussten, tat echt weh. Aber dafür kennen wir jetzt das Zentrum der Nordinsel ganz gut und können beim nächsten Besuch den Fokus auf den Rest der Nordinsel legen 🙂

BnBs in Neuseeland: das sind unsere Empfehlungen (und most favorites)

Seeblick aus dem Bett
  • Hostel Lake Tekapo – booking.com

    Im teuren Pflaster rund um Lake Tekapo fanden wir dieses brandneue Hostel direkt am Wasser, das eine super Preis-Leistung zu bot. Meine Empfehlung: „Queensroom with lakeview“ – der Blick auf das ruhige, türkisblaue Wasser, während die Sonne hinter den Bergen aufgeht, ist einfach unbezahlbar.

In diesem supersüßen Haus zentral auf der Otago Peninsula haben wir uns pudelwohl gefühlt – hell, freundlich, modern renoviert (und entsprechend mit uraltem Charme), ein IRRE schöner Garten und supernette Hosts, bei denen man sich von der ersten Sekunde an zuhause fühlt. Zum Sandfly Bay fährt man mit dem Auto keine 15 Minuten.

Die Terrasse mitten in der explodierenden Natur an der Westküste. Einfach nur mega!
  • Dschungel-Häuser nahe den Pancake Rocks – booking.com
    Wir kamen an und vermuteten als allererstes, dass es sich bei den verwucherten Häuschen mitten im Dschungel um ein verlassenes Maori-Dorf handelt. Die vielen kleinen Cottages und Lodges sind völlig unterschiedlich und liebevoll gestaltet, während man durchs Fenster direkt auf Farne und Palmen blickt. Ein wundervoller und wirklich erkundungswerter Strand ist nur 5 Gehminuten (den Truman Track entlang) vom Te Nikau Retreat entfernt. Wir haben es wirklich bedauert, dass wir nur eine Nacht hier waren. Auf keinen Fall sollte man die hausgemachten Brownies verpassen!
Unser kleines Reich im Tiny House auf 2 Ebenen – fast wie daheim ❤

Auf das Experiment „Tiny House“ waren wir super gespannt – und haben es sehr genossen, 4 Nächte lang unser eigenes Reich „im Miniaturformat“ zu haben. Das Tiny House ist brandneu, hat erstaunlich viel Platz (zu zweit völlig ausreichend) und ist ungefähr 25 Minuten Fahrt vom Abel Tasman Nationalpark entfernt. Auf der Terrasse lässt es sich bei Tortellini und Bier wunderbar von langen Wanderungen erholen – der Blick über die Hügellandschaft und die Pferde und Schafe tun ihr übriges. Und fragt nicht nach dem Sternenhimmel da draußen in der Pampa! (Man schläft direkt unter einem Dachfenster mit Blick auf die Milchstraße.)

  • Hostel „The Dwellington“ – booking.com
    Das „The Dwellington“ wurde völlig zurecht als eines der besten Hostels in komplett Ozeanien ausgezeichnet: In welchem anderen Hostel-Gemeinschaftsbad fühlt man sich schon allein durch das Interieur wie eine Lady? Toller Stil, unfassbar nette und hilfsbereite Belegschaft, es gibt sogar ein eigenes Kino und die Lage ist einerseits schön ruhige, andererseits ist man in 10 Minuten zu Fuß mitten im Stadtzentrum. Wir wären gerne noch ein wenig länger hier geblieben (aber auch, weil Wellington uns echt gut gefallen hat.)
Das Ngongotaha Valley ist keine 10 Fahrminute vom Stadtzentrum Rotorua entfernt.

An keinem Ort verbrachten wir so viel Zeit wie hier – denn im bezaubernden Ngongotaha Valley (nahe Rotorua, dem „Schwefelnabel“ der Nordinsel) saßen wir den Lockdown aus; mit Blick auf eine hügelige, grüne Hobbit-Landschaft. Die liebenswerten Besitzer hegen und pflegen ihr „bescheidenes“ Anwesen – ich würde es ja Luxus-Farm nennen, wobei das einzig „farmige“ an der Villa die Schafsherde ist, die vor der Einfahrt auf- und abgaloppiert. Und vielleicht der uralte Hütehund, der sich ständig verläuft. Dank der Koch- und Backkünste des begnadeten Patisserie-Paares (und dank des riesengroßen Gartens mit allen Früchten und Gemüsesorten, die das Herz begehrt) kann man sich zusätzlich auf ein liebevolles Frühstück freuen. Es war einfach Liebe auf den ersten Blick. Und diese Aussicht! Wenn schon Lockdown, dann hier unter dem Maracujabusch!

Meine unvergesslichsten 0-Euro-Erlebnisse in Neuseeland

Natürlich hat Neuseeland auch uns hoffnungslos verzaubert. Aber gut, das war schon vorher irgendwie absehbar. Womit können Budgetreisende (und sonstige Naturliebhaber) aber ihre Zeit konkret verbringen, ohne die Reisekasse zu belasten? Hier ein kleiner Ausschnitt absolut empfehlenswerter Erlebnisse, die einfach gratis „auf dem Weg liegen“:

  • Der Ancient Living Forest in den Catlins
  • Die atemberaubenden Klippen an der Westküste
  • Die Mangapohue Natural Bridge
  • Die imposanten Okere Falls
  • Sonnenuntergang am Gipfel des Mt. John
  • Wandern am Lake Tekapo
  • Der Hooker Valley Track am Mt. Aoraki
  • Tal und Berge rund um Wanaka
  • Einfach mal stehenbleiben z. B. am Lake Haweka Lookout
  • Der dichtbewachsene Moränenweg am Fox Glacier
  • Robbenkolonie am Cape Foulwind
  • Über Seelöwen stolpern am Tunnel Beach
  • Sonnenaufgang am Sandfly Bay
  • Die brütenden Seevögel am Abel Tasman Coastal Walk
  • Sonnenuntergang am Kiritehere Beach (nahe Waitomo)

Spartipps für Neuseeland

Mit ein paar Kniffen kann man in Neuseeland bares Geld sparen – ohne auf Komfort oder Leistungen zu verzichten. Daher zuletzt noch meine Tipps, womit wir gute Erfahrungen gemacht haben:

  • Für die Supermärkte ist es hilfreich, sich direkt zu Anfang für eine der großen Ketten zu entscheiden (wir waren Team Countdown) und sich eine Kundenkarte dafür zuzulegen. Damit bekommt man nicht nur hier und da beim Einkaufen konkrete Vergünstigungen, sondern erhält auch den Sprit an den Tankstellen günstiger, die mit der Supermarktkette kooperieren.
  • Wer viel Obst und Gemüse isst, wird vor allem die Selbstbedienungsstationen in den Anbaugebieten zu lieben lernen: Für kleines Geld kann man sich an jeder Ecke mit Früchten eindecken – von Goldkiwis über Avocados bis zu Kräutern wird alles, was richtig reif ist und nicht verschifft wird, von den Bauern in kleinen Holzverschlägen direkt zum Selbstbedienen angeboten. Und das zu einem unschlagbaren Preis, wie z. B. 6 perfekt reife Nashi-Birnen für 2,50 Euro.
  • Unterkünfte in den Bergen (!) würde ich definitiv vorbuchen, sonst gibt es einfach nichts mehr. Insgesamt gilt: je früher gebucht wird, umso größer ist die Auswahl und umso schönere Unterkünfte kannst Du Dir heraussuchen.
  • Gerade Lake Tekapo ist ein verhältnismäßig teures Pflaster, daher frühzeitig ein bezahlbares Angebot sichern.
  • Mietwagenbuchungen kann ich über billiger-mietwagen.de empfehlen, über die ich schon mehrfach gebucht habe und mit denen ich immer super Erfahrungen gemacht habe. Super unkompliziert und servieorientiert! Hier habe ich im Laufe der 9 Monate Vorlaufzeit immer wieder mal reingeschaut und Angebote verglichen. So konnte ich, Stornierungsoption sei Dank, unsere Mietwagenkosten halbieren. Wichtig: klären, ob ein 2. Fahrer inkludiert ist und wie die Fährfahrt geregelt wird: Muss der Mietwagen abgegeben und auf der anderen Insel ein neuer Mietwagen entgegengenommen werden? Nimmt man das Auto auf die Fähre mit? Wer zahlt die Fährfahrt? Jucy Rental z. B. zahlt wohl teilweise die Fährfahrt und ermöglicht günstigere Fährtickets für Passagiere.
  • Außerdem rate ich, Kosten und Zeiten der Fähren Interislander und Bluebridge vergleichen. Bluebridge ist tendenziell etwas günstiger, wir konnten durch eine Aktion sogar noch einen 20%-Rabatt für unser Fahrzeug abstauben.
  • Die Tank-App Gaspy hilft unterwegs, günstige Tankstellen zu finden. Und das ist durchaus relevant, da sich die Preise auch mal um entspannte 30 % unterscheiden (ja, das ist mein voller Ernst!).
  • In den allermeisten Fällen kann man mit Kreditkarte bezahlen – manche Restaurants oder auch Touristeninformationen verlangen jedoch eine Gebühr für Kreditkartenzahlungen. In solchen Fällen lohnt es sich, Bargeld am Start zu haben.
  • Statt sich ein Navi dazuzubuchen, haben wir mit der App maps.me quasi komplett Neuseeland heruntergeladen und konnten offline navigieren. Hat super geklappt und schont das Internetvolumen der neuseeländischen SIM-Karte 🙂

Und Du?

Warst Du auch schon in Neuseeland oder planst, dorthin zu reisen? Hast Du vielleicht weitere Spartipps, die ich in die Liste aufnehmen kann? Oder siehst Du „frugales Reisen“ grundlegend anders? Lass es mich wissen – wie immer freue ich mich über einen Austausch in den Kommentaren 🙂

*Transparenz: Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link. Falls Du Dich über diesen Link anmeldest bzw. etwas kaufst oder investierst, bekomme ich ein kleines Stück vom Kuchen ab. Für Dich bringt das keine Nachteile, dafür unterstützt Du jedoch ganz nebenbei meinen Blog. So oder so freut es mich, dass Du bis hierhin gelesen hast und sogar noch mehr freue ich mich über einen Kommentar von Dir!

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