Spenden like a Pro: Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich anders gespendet

„Der eigentliche Sinn des Reichtums ist, freigiebig davon zu spenden.“
Blaise Pascal, französischer Religionsphilosoph und Naturwissenschaftler

Bitte beachte am Ende dieses Artikels den tollen Spendenmarathon von www.hobbyinvestor.de mit großartigen Preisen aus der Finanzblogger-Community!

Weihnachten naht – und zeitgleich mit Lebkuchen in den Supermarktregalen und dem Kuscheldecke-Wetter beginnt auch die heiße Phase der Spendenaufrufe wo man nur geht und steht. Aber warum sollte man gerade als Investor etwas abgeben, das dann in der Vermögensaufbauphase fehlt?

Die Antwort ist für mich einfach: Ich finde es wichtig, sowohl Nehmen als auch Geben zu können – und dabei vielleicht sogar zu einer etwas faireren Verteilung von Reichtum auf der Welt beizutragen. Vor allem, wenn man selbst mehr hat, als man braucht. (Wie mein Uropa immer sagte: „Reich ist, wer eine Kartoffel mehr hat, als er essen kann.“) Und mit Reichtum meine ich nicht, dass irgendwer nach meiner Spende stumpf mehr Geld hat als vorher.

Mit der finanziellen Unterstützung tragen wir dazu bei, dass jemand, der es sich sonst nicht leisten könnte, gesünder und sorgenfreier leben kann als vorher. Dass Kinder den Luxus einer Schulbildung genießen dürfen, der ihnen sonst verwehrt bleibt – was bei uns jedoch ganz alltäglich ist. Dass Tiere geschützt und gerettet werden, die sonst keine Fürsprecher haben. Oder dass wir etwas netter zu unserem Planeten sind, zu unseren Meeren und allem, was da so kreucht, fleucht, wächst und fließt – und sich dieser Aufgabe endlich einer annimmt.

Die Säulen eines reichen Lebens

Reichtum aufzubauen soll bekanntlich auf mehreren Säulen fußen: Manche Säulen sollen dem Vermögensaufbau und als Notfallpolster dienen, andere dem „Spaß im Leben“, und eine Säule soll das Geben sein, um sich an den Bedürfnissen unserer Gesellschaft zu beteiligen. Dazu wusste auch Buddha ein paar Anhaltspunkte zu geben:

„Die vier Empfehlungen sind klar: Dein Reichtum sollte ehrlich erworben sein, dich selbst zufrieden machen, du sollst spenden und vor allem nicht anhaften, weil du weißt, dass du alles wieder hergeben musst. Manche fragen sich vielleicht, wie man auf ehrliche Weise Reichtum erwerben kann und ob man nicht arm wird, wenn man zu viel abgibt und spendet. Der Buddha gibt folgende Antwort:

„In 91 Weltzeitaltern, an die ich mich erinnere, weiß ich nicht, dass da irgendeine Familie einstmals durch Almosengeben auch nur im Geringsten geschädigt wurde. Alle Familien, die reich, steinreich waren, die große Besitztümer, viel Gold und Silber, viele Schätze, viel Getreide hatten – alle diese sind es geworden durch Geben, durch Wahrhaftigkeit und durch Zügelung.“
(Gruppierte Sammlung 42 / 09, übersetzt von H. Hecker)“

Auch im Islam ist das Geben und Spenden fest verankert: „Eine der fünf Säulen des Islam ist die Unterstützung der Bedürftigen, auch „Zakat“ genannt. Muslime, die nicht selbst hoch verschuldet sind oder unter dem Existenzminimum leben, sollen in der Regel 2,5 Prozent ihres „ruhenden Netto-Kapitalvermögens“ spenden. Als ruhendes Vermögen gelten unter anderem Bargeld, Schmuck und Mieterträge.“ Es muss ja nicht gleich die Hälfte des eigenen Vermögens sein wie bei den Milliardären dieser Welt. Aber ein wenig zurückgeben tut anderen gut, und – seien wir ehrlich – einem selbst ebenfalls.

Wieviel sollte man spenden – und wieviel spenden die Mitmenschen?

Gehörst Du eher zu den Knausern oder zu den Freigiebigen? Spenden ist jetzt auch nicht unbedingt das Nummer-Eins-Partythema – wie soll man da eine grobe Hausnummer einschätzen können? Da habe ich etwas für Dich 🙂 Wieviel in der eigenen Alters- und Verdienstklasse durchschnittlich gespendet wird, findest Du in dieser Übersicht.

Auf www.spiegel.de findet man diese praktische Übersicht über die durchschnittliche Spendenhöhe nach Alter und Einkommen.

Kürzlich las ich irgendwo von 1 Prozent des Jahreseinkommens (netto) als Richtwert, an anderer Stelle findet man bis zu 5 Prozent: „Anhand von Zahlen einer US-weiten Umfrage rechnete die Dachorganisation der amerikanischen Wohltätigkeitsverbände vor: Haushalte mit einem Jahreseinkommen von weniger als 25.000 Dollar spenden 4,2 Prozent ihres kümmerlichen Budgets, Reiche ab 100.000 Dollar aufwärts geben dagegen nach eigenen Angaben nur 2,7 Prozent ab.“ Das wären um die 1.000 bis 2.700 Dollar jährlich.

Der NGO-Leitfaden gibt derweil Aufschluss darüber, wie sich die Spendenbereitschaft in Deutschland gestaltet:

„Nur noch etwa 35 Prozent der Deutschen spenden mindestens einmal pro Jahr; die Anzahl der Spender ist seit einigen Jahren rückläufig. Ältere spenden häufiger als Jüngere, Frauen etwas öfter als Männer und die Spendenbeteiligung steigt ganz klar mit dem Einkommen. Der Anteil der Spenden am verfügbaren Einkommen ist allerdings mit jeweils etwa zwei Prozent in der höchsten und niedrigsten Einkommensklasse am größten, während der Mittelstand hier vergleichsweise wenig beiträgt (nur 0,7 Prozent). Durchschnittlich werden knapp 130 Euro pro Kopf gespendet.“

Wie immer liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Allerdings habe ich nicht das Gefühl, dass wir in Deutschland eine so ausgeprägte und auch offene Spendenkultur haben wie z. B. in den USA – das gleiche gilt bekanntermaßen für die Aktienkultur. Warum auch immer: Mit Haben und Geben gehen die Deutschen verkrampfter um, als sie müssten; das gleiche gilt ja für Reichtum insgesamt. Vielleicht sollte man hierzu einen Blick über den großen Teich werfen und dem Vorbild der USA (von der Politik einmal abgesehen) eine Chance geben.

Steuern, Kosten, Aufteilung: Darauf sollte man beim Spenden achten

Während meiner Recherchen für diesen Artikel habe ich u.a. gelernt, dass eine Aufsplittung der Spenden erst ab 100 Euro pro Spende sinnvoll ist: „Da jede Spende Verwaltungs­kosten verursacht, sollten Einzel­spenden nicht zu klein ausfallen. Erst ab 100 Euro oder mehr ist es über­legens­wert, den Betrag zu splitten und an mehrere Organisationen zu spenden. Da sie sich vor einer Über­weisung über die Spenden­organisation genau informieren sollten, ist es sinn­voller, sich auf einige wenige Hilfs­werke zu konzentrieren.“ Es heißt zwar immer, dass jeder Euro hilfreich wäre. Aber Kosten und Nutzen wollen trotzdem ins Verhältnis gesetzt werden. 2020 werde ich daher meine eigene Splittung etwas anpassen – lieber weniger Organisationen, aber dafür pro Organisation etwas mehr.

Unter dem gleichen Link erfährt man außerdem, dass Kosten von 10 bis 30 Prozent vertretbar sind – d.h. wenn von 100 Euro noch 70 Euro beim eigentlichen Projekt ankommen, gilt das noch als okayer Wert. Schade – klar ist es kein Geheimnis, dass Administrations- und Werbekosten anfallen müssen, aber die Höhe fand ich trotzdem überraschend. Insgeheim hatte ich gehofft, dass Ausgaben von 30 Prozent die Ausnahme und nicht die positive Regel seien.

Daher lohnt es sich durchaus, sich vorab zu erkundigen, bei welcher Organisation die Spende in welcher Höhe beim Ziel ankommt – die Unterschiede dabei sind enorm! Eine hilfreiche Aufstellung zu diesem Thema habe ich bei der Stiftung Warentest gefunden. Darin werden elementare Fragen zum Thema „Spenden“ beantwortet – und obendrein eine Hilfestellung gegeben, was steuerlich rund um Spenden zu beachten ist:

„Ja, Spenden können Sie in Höhe von maximal einem Fünftel der gesamten Einkünfte von der Steuer absetzen. Normaler­weise brauchen Sie dafür bei Beträgen von mehr als 200 Euro eine Spendenquittung. Handelt es sich allerdings um Spenden nach humanitären Notlagen oder Katastrophen – wie im Oktober 2018 in Indonesien –, reicht dem Finanz­amt ein einfacher Spenden­nach­weis für Zahlungen auf Sonder­konten.“

Wasser predigen und Wein trinken? Spendenmarathon der Finanzblogger

2019 habe ich insgesamt 8 Projekte unterstützt und je zwischen 50 und 200 Euro gespendet. Wie gesagt werde ich das 2020 etwas effektiver gestalten … Trotzdem bin ich sehr dankbar, dass Spenden heute so einfach möglich ist: In meiner Studienzeit ging da deutlich weniger und es fiel natürlich unvergleichlich schwerer, monatlich ein wenig Geld abzuzwacken, um z. B. das Tierheim zu unterstützen. (Umwelt- und Tierschutz sind bis heute Themen, bei denen ich gerne etwas mehr gebe.)

Aufmerksam machen möchte ich in diesem Zuge auf den großartigen Spendenmarathon von Sebastian Wörner alias www.hobbyinvestor.de. Er ruft im dritten Jahr in Folge zum Spenden auf und hat damit schon fantastische Erfolge erreicht – und diesmal hat er sich sogar Unterstützung aus der Finanzblogger-Community geholt. So kommen jede Menge tolle Preise von Finanzbüchern bis zum Online-Kurs zusammen:

Wer einer Organisation seiner Wahl finanziell unter die Arme greift, postet einfach einen Kommentar unter diesen Artikel:

Zum Spendenmarathon vom Hobbyinvestor >>

und gibt an, welchen Preis er gerne gewinnen würde. Mit etwas Glück gibst Du etwas, und erhältst direkt etwas zurück. Ich beteilige mich am Spendenmarathon mit einem Los der Aktion Mensch, mit dem Du 12x im Jahr die Chance auf 500.000 Euro hast. Quasi: Win-win-rich ^^ Aber schau Dir unbedingt auch die anderen tollen Preise an! Spenden war noch nie so attraktiv 🙂

Ein kleiner (!) Auszug aus den großartigen Gewinnen, die die Finanzblogger-Community für diesen Spendenmarathon zur Verfügung stellt. So lohnt sich spenden gleich doppelt ❤

Wie handhabst Du das Thema Spenden? Was sind Deine Gedanken dazu? Ich freue mich wie immer über Deinen Kommentar!

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