Selbstversuch: ein halbes Jahr 0 Dinge kaufen (Konsumverzicht Teil 1)

Aktuell ist Klamottenfasten ja fast schon „in Mode“: Menschen verzichten für einen festgelegten Zeitraum darauf, Kleidung zu kaufen, und berichten anschließend darüber. Diesen Mini-Trend beobachte ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Sehr schön, dass es langsam in die Gesellschaft durchdringt, dass nicht zu jedem X-beliebigen Anlass die Textilindustrie, Ressourcen und der eigene Geldbeutel bemüht werden müssen.

Gleichzeitig ist es absolut erschreckend, dass das für einen großen Teil der Mitmenschen offensichtlich ganz normal gelebter Alltag ist. Da ist ein Sales-Zeichen? Nichts wie rein in den Laden. Irgendein Event? Schnell das X-te Teil kaufen. Mode ist vom letzten Jahr? Ab mit dem fast ungetragenen Stück in die Altkleidersammlung oder gleich ganz in den Müll.

Dinge kaufen – „weil ich es mir wert bin“? Nein danke, liebes Postfach 🙂

Die Werbung suggeriert uns, dass Kaufen für ein Glücksgefühl steht. Und das längst nicht nur bei Kleidung. Das Gefühl dürften viele kennen: Nach einem anstrengenden Arbeitstag hat man das Bedürfnis, sich was-auch-immer zu gönnen ergo zu kaufen, um die Anstrengungen, die Müdigkeit und die Ausgelaugtheit vor sich selbst zu rechtfertigen.

Zum Thema Konsum gibt es aktuell eine recht schöne Netflix-Doku: „Minimalism – A Documentary About The Important Things“. Nachdem ich mich mit Black-Friday-Sales noch nie anfreunden konnte und nach und nach die Jagd nach roten Preisschildern hinter mir lassen kann (Kaufen um des Kaufens willen?) frage ich mich jetzt umso mehr, in wie weit ich mich überhaupt mit Dingen umgeben möchte. Dinge heißen Aufwand, Zeit, Verantwortung und Kosten. Trotzdem ist der Grundsatz „Besitze nur, was Dich glücklich macht“ beim Reduzieren des Besitzes nicht so einfach umzusetzen. Sooo glücklich macht mich die Zahnbürste nun auch wieder nicht …

Die Eckdaten: Was ist „Ding“ – und was nicht?

Also frug ich mich, ob ich das, was ich monatlich „so nebenbei“ an Dingen kaufe, nicht völlig unterschätze. Oder ob ich es mir vielleicht nicht eingestehe, im Kauf von Sachen eine Ersatzbefriedigung zu suchen.

Zu diesem Anlass wollte ich wissen, ob es mir etwas ausmacht oder mich sogar vor Schwierigkeiten stellen würde, über einen festgelegten Zeitraum keinerlei DINGE zu kaufen. Also:

  • Keine Kleidung
  • Keine Bücher oder andere Unterhaltungselemente
  • Keine Haushaltsutensilien
  • Keine Einrichtungsgegenstände
  • Keine kostenpflichtigen Reparaturen
  • Keinerlei Deko (easy)
  • Keine Elektronik
  • Keine Lustkäufe (und hier muss ich die Liste langsam beenden, weil mir die Ideen ausgehen, was man noch alles kaufen kann)
  • Ach, einen hab‘ ich noch: keine Immobilien!

Ausgenommen vom Konsumverzicht und somit „erlaubt“ waren:

  • Essen
  • Geschenke
  • Notwendige Hygieneartikel & Medikamente
  • Benzin
  • Erlebnisse, Eintritte und Events

Was war das Ziel meines Konsumverzichts?

Es ging mir nicht darum, besonders viel Geld zu sparen. Es interessierte mich vielmehr, wie oft ich vor der Herausforderung stehen würde, eine Situation, die normalerweise an den Kauf von Dingen gekoppelt ist, anderweitig zu lösen. Sei es durch Tausch, Selbstherstellung oder ausgiebigere Recherche. Andere Blogger haben schon mehrfach die „Macht des Nichtkaufens“ beschrieben – und ich war gespannt darauf, es über einen längeren Zeitraum selbst zu erleben.

Außerdem wollte ich wissen, wie oft ich im Internet surfen und mich dort mit Dingen beschäftigen würde, die ich vielleicht gar nicht benötige. Und insgesamt interessierte es mich, ob sich in meinen Handlungs- oder Denkweisen durch den bewussten Konsumverzicht etwas verändern würde – zum Guten oder zum Schlechten.

Spoiler: Ja, es hat sich etwas für mich verändert. Sogar ganz konkret!

Zusammenfassend war ich also auf der Suche nach ein wenig mehr Bewusstsein, nach dem Abgleich von Selbsteinschätzung und Realität – und zugegeben auch nach einer kleinen Challenge.

Wie die konsumfreie Zeit begann – und plötzlich alles aus dem Ruder lief

Witzigerweise hatte ich den Gedanken des konsumfreien Monats irgendwann in der zweiten Januarwoche. Von guten Vorsätzen für das neue Jahr halte ich zwar wenig, aber ich wollte gerne direkt und ohne lange Vorbereitung damit beginnen – quasi: ungefiltert und echt. Also begann meine konsumfreie Zeit am 10. Januar. Einfach so, mitten in der Woche.

Und was überraschenderweise ausblieb: der große Paukenschlag. Es gab keinen nervenzehrenden, das Durchhaltevermögen in Frage stellenden Moment, in dem ich fingernägelknabbernd vor irgendeiner begehrenswerten Sache saß (die ich an und für sich nicht brauchte) und kaum an mich halten konnte. Nichts dergleichen passierte. Und weil es viel zu einfach war, war ich nach einem Monat fast enttäuscht und machte einfach weiter. Irgendetwas musste sich doch tun … Und dann tat sich auch tatsächlich etwas 🙂

Eines schönen Tages lief mir ein Buchtitel über den Weg, der mich unheimlich interessierte. Wie von Zauberhand ertappte mich beim Googeln … Und siehe da: witzigerweise konnte man genau diesen Titel als kostenfreies PDF im Internet finden! Das war einfach.

Zwischendurch drohte zudem, meine Haartönung auszugehen. Auf Facebook bot zeitgleich in der „free your stuff“-Gruppe München jemand Töpfchen mit Farbe an, die er nicht mehr nutzen würde – und so hatte ich strahlend blau-lila Strähnen, ohne neue Tönung kaufen zu müssen.

Auf dem Rückweg vom Büro konnte ich zudem durch einen kleinen Umweg Bücher des Lieblings-Fantasy-Autoren meines Vaters abstauben und ihm so kauflos eine kleine Freude machen.

Und sonst?

Bekam ich plötzlich einen noch viel stärkeren Rappel, freier zu werden. Ich wollte nicht nur keine neuen Dinge hinzukaufen; ich verspürte einen enormen Durst danach, Dinge loszulassen. Auszumisten, umzuräumen, durchzusortieren, abzugeben, wegzuschenken. Und dieser starke Drang hält bis heute an und hat sogar noch an Fahrt aufgenommen.

Gab es schwache Momente, Cheats oder sogar einen Jojo-Effekt?

Ja – einen „schwachen“ Moment gab es. Zum Verhängnis wurde mir ausgerechnet ein Fahrradkörbchen … Einfach so. Mitten im Laden ist es einfach passiert. Wir hatten keine Tüte am Start, um den Einkauf zum Auto zu bringen. Und da war das Körbchen und schaute mich an. Es war neu, es war luxuriös riesig, mein altes Körbchen war in den letzten Wochen so durchgerostet, dass ich es mehrfach anbinden und tapen musste, damit mir nicht dauernd alles entgegenfällt.

Nun war es Liebe auf den ersten Blick. So sehr. Und da nahm ich die sage und schreibe 12 Euro ohne auch nur einen Moment zu zögern in die Hand, warf alle Vorsätze über Bord und wusste, dass es mit sofortiger Wirkung mein Leben bereichern würde. Das ist (Stand heute, August 2019) 6 Wochen her und wirklich JEDES Mal, wenn ich auf mein Rad steige und dieses perfekt befestigte Fahrradkörbchen sehe, in das so viel mehr hineinpasst als vorher, freue ich mich außerordentlich über diese Entscheidung.

Selten habe ich in meinem Leben 12 Euro so gut eingesetzt. Und jetzt kommt ein ganz elementarer Part: Selten habe ich es so bewusst und so stark genossen, etwas zu kaufen.

Das Fahrradkörbchen, das mein Leben verändert hat (oder so ähnlich) ❤

Die Nachwirkungen: Was der Konsumverzicht verändert hat

Als ich Anfang Januar damit begann, einfach keine Dinge mehr zu konsumieren, fiel es mir erstmal sehr leicht und ich dachte, alles wäre wie sonst. Aber etwas sehr Spannendes wandelte sich: Ich wurde unvergleichlich lockerer wenn es darum ging, nicht-dingliche Ausgaben zu genießen.

Etwas früher als die meisten war ich gezwungen, finanziell auf eigenen Beinen zu stehen. Während der Schulzeit und während des Studiums war manchmal das Geld sehr knapp und die besagten „Reis mit Salatsoße“-Tage gab es im Laufe der Jahre etwas häufiger. Das hat dazu geführt, dass ich bis heute Ausgaben vor mir selbst rechtfertigen muss. Bei Reisen habe ich das inzwischen ganz gut im Griff, aber im Alltag stellt es mich und teilweise auch mein Umfeld immer mal wieder vor Herausforderungen.

Durch den bewussten, aktiven Konsumverzicht in diesem Jahr hat sich hier eine vehemente und überdeutliche Verbesserung eingestellt: Sobald ich verinnerlicht hatte, dass ich den Kauf von Dingen aus meiner Alltags-Kostengleichung komplett herausnehmen kann, fiel eine Art Druck von mir ab. Mein monatliches Spaßgeld stand nun in Gänze für Erlebnisse und Erinnerungen zur Verfügung – und was übrig bleibt, wandert in die Sparquote.

Erstmals in meinem Leben fällt es mir spielend leicht, Ausgaben für sehr kleine oder auch sehr große Events zu 100% zu genießen und nicht (oder zumindest: kaum) mehr an die Kosten dahinter zu denken. Wer keine Dinge kauft, kann zudem keine Fehlkäufe machen. Auch stehen weniger Reparaturen oder Ersatzteile an und gleichzeitig wird weniger Zeit gefressen durch Dinge, mit denen man sich beschäftigen muss (Zeit für Recherchen, den eigentlichen Einkauf, Pflege, Instandhaltung/Reparatur, es durch die Gegend räumen, drumherum putzen [das ist fast das Schlimmste von allem!], Entsorgung).

Wenn ich nun Geld ausgebe, dann für das, was mir am meisten bedeutet: Qualitytime und Erinnerungen

Es tut gut, an irgendwelchen Sachen vorbeizugehen, die man vielleicht brauchen könnte, und einfach zu sagen: „Ja, das mag es alles geben. Angeschafft wird es aber erst, wenn ich im Alltag den aktiven Bedarf danach feststelle.“ Und selbst dann ist es eigentlich das perfekte Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk, bei dem sich der Schenker sicher sein kann, mir damit eine fetzen Freude zu machen. (So geschehen mit einem feuerfesten Dokumentenkoffer. Danke, Papa!)

Seit dem Fahrradkörbchen gehe ich das Thema Konsumausgaben wieder ein wenig lockerer an. Eine Sommerhose und 6 Töpfchen Lavendel wurden in den Haushalt aufgenommen, außerdem haben wir endlich das Projekt „Kleiderschrank“ umgesetzt. Danach hatten wir zwar drei Tage Muskelkater (4. Stock, puh!), kamen aber deutlich mit dem Ausmisten voran und konnten so die komplette Wohnung viel freier gestalten.

Damit endet die Liste meiner Dinge-Käufe in den letzten 8 Monaten übrigens bereits. Jede einzelne dieser Anschaffungen hat Glück in mein Leben gebracht und für jede Anschaffung ist mindestens die gleiche Menge an Dingen aus unserem Haushalt wieder herausgewandert. Ein guter Deal!

Zusammenfassend kann ich sagen: Der aktive, bewusste Konsumverzicht hat mir geholfen, Kaufentscheidungen viel präziser und mit einer massiv höheren Ding-Glück-Rate zu treffen. Außerdem fällt es mir leichter, den wahren Wert von Erlebnissen mit meinen Liebsten zu sehen und voll zu genießen.

Wie viel Geld ich in diesem Zeitraum durch das explizite Nicht-Kaufen gespart habe, kann ich zwar nicht beziffern – gefühlt habe ich aber etwas mehr für Eintritte, Ausflüge und kulinarische Erlebnisse ausgegeben.

Zum Themenkomplex Frugalismus, Minimalismus und Nachhaltigkeit wird es in Kürze einen zweiten Artikel geben, der weitere Aspekte beleuchtet. Hierzu habe ich mich mit einer Person ausgetauscht, die von Konsumverführungen vermutlich noch viel stärker betroffen ist als die meisten anderen: als Flugbegleiterin für Langstreckenflüge hält sich Franzi vornehmlich in Flughäfen und Mega-Cities mit unvorstellbaren Shopping-Paradisen auf. Wie es ihr bei einem shoppingfreien Jahr erging und welche Beobachtungen sie bei sich, aber auch prinzipiell in einer „Gesellschaft des Shoppings“ festgestellt hat, berichtet sie im zweiten Teil dieses Artikels.

Wie stehst Du zu aktivem Konsumverzicht? Ist das eine natürliche Voraussetzung für einen frugalen Lebensstil – oder würde es Dich zu sehr im Alltag einschränken? Hast Du vielleicht schon eine konsumverzichtende Phase hinter Dir und konntest etwas Ähnliches wie ich beobachten? Wie immer freue ich mich über einen regen Austausch in den Kommentaren 🙂

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7 Gedanken zu “Selbstversuch: ein halbes Jahr 0 Dinge kaufen (Konsumverzicht Teil 1)

  1. Hallo Sventja,

    Willkommen in meinem Leben!

    Normal könnte ich jetzt schon aufhören mit schreiben, aber ich möchte noch ein paar Dinge loswerden.
    Ich selber würde mich nie als Minimalist, oder Frugalist bezeichnen, aber wenn ich das hier so lese, dann bin ich es wohl.
    Ich denke durch Beiträge wie diese, wird mir überhaupt erst bewusst, das ich, natürlich meine Freundin zusammen, genauso lebe, wie Du es jetzt acht Monate lang gemacht hast.

    Der Unterschied ist einfach, dass wir das nicht bewusst machen, sondern das es einfach unser Leben ist.
    Das heißt aber nicht, das wir auf Dinge verzichten, sondern nur das wie auf unnütze Dinge verzichten. Was unnütze Dinge sind, ist natürlich immer Ansichtssache.
    Ich habe auch keineswegs das Gefühl, das mir etwas fehlen würde und bin sehr glücklich, so wie es ist.

    Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg, bei allem was Du machst und denke, Du gehst den richtigen Weg. Wichtig ist, das Du dabei glücklich bist, alles andere ergibt sich dann von allein.

    Viele Grüße
    Michael

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    1. Hallo Michael, lieben Dank für Deinen Kommentar! Freut mich sehr, dass Du Dich in meinen Schilderungen wiedergefunden hast 🙂 Im Vergleich zu meinem Umfeld kaufe ich insgesamt sehr, sehr wenige Dinge. Aber die vergangenen Monate haben mir gezeigt, was sich mental ändert, wenn etwas bewusster ausgeführt bzw. noch aktiver hinterfragt wird. Für mich war es ein Wandel von „ich kaufe super wenig und das läuft halt so nebenbei“ zu „ich kaufe gar nichts und nur, wenn mich etwas absolut zu 100% und ohne Zweifel überzeugt und Sehnsüchte auslöst, dann mache ich eine Ausnahme“. Selbst so eine Nuance hat schon eine starke Veränderung ausgelöst, mit der ich nicht gerechnet hätte. Kann ich sehr empfehlen – auch wenn es bei Euch vielleicht keinen so großen Unterschied macht wie bei mir 😉

      „Frugalist, Minimalist, Nonkonformist oder nicht“ – ich glaube nicht, dass es wichtig ist, sich selbst zu kategorisieren. Solche Begrifflichkeiten sind praktisch, um anderen grob zu erklären, was Sache ist und wie man seinen Lebensentwurf gestaltet. Aber wie Du schon sagst: Die Hauptsache ist, dass man ein erfülltes Leben führt. Und das ist so individuell wie der eigene Fingerabdruck.

      Stay tuned und herzliche Grüße!
      Sventja

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  2. Hey,
    wieder mal ein Klasse Artikel :); auf Erlebnisse würde ich auch ungerne verzichten, von daher gut, dass Du diese ausgeklammert hast. Etwas schwieriger wären da für mich Bücher und Lustkäufe. Von daher wäre der dauerhafte aktive Konsumverzicht nichts für mich aber – ähnlich wie bei Dir – kann mich damit anfreunden ein paar Monate im Jahr aktiv auf Konsum zu verzichten. Gerade bei Büchern ist es manchmal ganz spannend diese mehrfach zu lesen, anstatt ständig die nächsten zu kaufen.

    Toll, dass Du es so durchgezogen hast, ich merke gerade auch durch den Umzug, dass sich viele Sachen über die Jahre angesammelt haben, die nur noch belasten und entsprechenden Raum wegnehmen.

    In diesem Sinne weiter so 🙂
    Liebe Grüße
    Marco

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    1. Lieber Marco, witzig, dass gerade Bücher bei Dir ein Thema sind! Gut, in diesem Punkt habe ich vielleicht einen kleinen wortwörtlichen Heimvorteil: Als ausgesprochener Bücherwurm besitze ich eine sehr umfangreiche eigene Bibliothek ungelesener Bücher. Andere sammeln Bücher, die sie gelesen haben – ich mache es umgekehrt. Da diese Biliothek viele hundert Bücher umfasst, dürfte mir für Jahre der Lesestoff nicht ausgehen. Nachgekauft werden muss da nichts, sondern erstmal reduziert 😀 Bücher, die ich gelesen habe, verschenke ich sofort weiter oder stelle sie in offene Bücherregale. Nur ganz explizit ausgesuchte, lebensverändernde Literatur darf in der „wird noch(mal) gelesen“-Sammlung bleiben.

      Wo kommt meine Hausbibliothek her? Ich war seit meiner Jugend viel auf Flohmärkten unterwegs und da ich auch noch ein heftiger Schnellleser bin, habe ich auf Pfennigbasaren oder den Verkäufen von Büchereien z. T. kistenweise meine Schätzchen zusammengetragen.

      Hätte ich nicht zufällig mein Büchermeer daheim, wären vermutlich offene Bücherregale meine erste Wahl – das ist ja im Prinzip wie eine öffentliche Bücherei, bei der man nie weiß, was es alles gibt, bei der man aber auch keinen Druck hat, zu einem bestimmten Zeitpunkt das Buch wieder zurückzugeben. Und gleichzeitig kann man etwas zurückgeben – sharing is caring. Top! Auf längeren Reisen habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht mit dem Amazon Prime für Bücher: für 9,90 Euro eine Flatrate mit den neuesten Gassenhauern auf dem Kindle dabei, ohne sich totschleppen zu müssen. Da wird auch am Strand nicht langweilig 🙂

      Das „Durchziehen“ war so viel leichter, als ich dachte – und viel befreiender. Hier nochmal die klare Empfehlung, einfach mal anzufangen und zu sehen, was passiert. Und wenn ich gleich noch eine zweite Empfehlung hinterherschieben darf: Mach nicht den gleichen Fehler wie ich, mit dem ganzen Krempel umzuziehen, es zu verstauen, tausend Mal drüber zu stolpern und erst, wenn man den finalen Rappel bekommt, mit dem Aussortieren anzufangen. Leg direkt los und dreh alles um, was in Frage steht! Ich bin gerade bei der … ich glaube 3. Runde, mein Hab und Gut zu hinterfragen und jetzt erst bin ich an dem Punkt, dass es „enger“ wird. Sprich: Ein Umzug ist ein toller Anlass, sich zu „ent-lasten“ und Altlasten und Kram hinter sich zu lassen. Denn da gehört es nunmal hin. Do it! 🙂

      Herzliche Grüße
      Sventja

      Gefällt 1 Person

      1. Hey Sventja,
        vielen dank für Deinen ausführlichen Kommentar :); ich fühle mich etwas ertappt 😀 so habe ich viele Bücher, die ich vor Jahren einmal gelesen habe aufgehoben, mit dem Gedanken: das kann ich ja später nochmal lesen :D.

        Gerade bei dem jetzt anstehenden Umzug sehe ich auch, dass da einiges zusammengekommen ist, was definitiv aussortiert gehört. Von daher ist der Umzug auch was gutes. Der Tipp mit Amazon Prime ist auch Gold wert, vielen Dank!

        Dir noch eine schöne Woche.
        Liebe Grüße
        Marco

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    1. Liebe Tanja, danke für Deinen netten Kommentar! Mitstreiter zu haben, die ähnlich denken, sind einfach Motivation pur! 🙂

      Viele Grüße
      Sventja

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